Edle Speisen-Edle Tropfen-Edelacker
Eine unschlagbare Kombination aus guter Küche, regionalen Weinen, exzellentem Service und atemberaubendem Ausblick

2. November 2026

Happy Birthday möchte man fast noch sagen, wenn man die Empfangshalle des Weinberghotels Edelacker in Freyburg betritt. Vor 30 Jahren wurde der Neubauteil des Hauses eingeweiht, dessen Ursprung bis ins 19. Jahrhundert zurückgeht.

Meine Erinnerung an einen denkwürdigen Besuch des Hauses führt mich in das Jahr 1998 oder 1999. Ich war Berufsschullehrerin an den Berufsbildenden Schulen in Naumburg. Das Vermitteln von Fachkenntnissen für angehende Köche/Köchinnen, Restaurant- und Hotelfachkräfte war hier, und später in den fusionierten Berufsschulen des Burgenlandkreises, mein Broterwerb. Alle Lehrenden des Bereichs Gastronomie waren eingeladen in den „Edelacker“, zu einem Tag der Auszubildenden. Wir wurden köstlich und nach allen fachlichen Regeln der gastronomischen Kunst bewirtet und durch das Haus geführt. Bis heute hat sich das Hotel seinen Glanz und guten Ruf erhalten. Ein sonntägliches Mittagessen, in einem der harmonisch eingerichteten Restauranträume, mit Raumteilern, gestärkten Tischdecken und Servietten, frischen Blumen und einem unbeschreiblichen Ausblick durch die Panoramafenster, wird hier zu einem Erlebnis für die Augen und den Gaumen. Das Grundgedeck für ein Mittagessen, sowie Wein- und Wassergläser sind bereits eingedeckt. Die Servicekräfte sind freundlich und aufmerksam. Uns wird ausreichend Zeit gelassen, um die umfangreiche Speisenkarte und das Getränkeangebot zu studieren. Ehe wir uns für Hauptgänge entscheiden bestellen mein Begleiter und ich eine Vorspeise für zwei. Unverzüglich werden Vorspeisenbestecke und Mittelteller nachgedeckt. Auf der Platte in der Mitte sind der bestellte hausgebeizte Lachs, Rote Beete, Creme fraiche und Kartoffelrösti, wie zu einem Stillleben arrangiert. Dazu habe ich mir ein Glas trockenen Gutedel bestellt (0,1 l-4,90 €). Die Weinkarte liest sich wie eine Reisebeschreibung durch das Weinanbaugebiet an Saale und Unstrut. Alle in der Karte vertretenen regionalen Weingüter werden kurz vorgestellt. Die Erläuterungen zu den Weinen sind hilfreich, um eine zur Speise passende Auswahl treffen zu können. Mein Gutedel ist vom Weingut Grober Feetz und stammt von einem Weinberg der seit 1148 im Familienbesitz ist. Zusammen mit dem auf der Zunge zerschmelzendem Lachs entfaltet sich seine zarte Säure und ein sanfter Geschmackston von etwas Apfel und etwas mehr Birne, für mich ein perfekter Genussmoment! Mein Begleiter und Chauffeur muss sich leider mit einem alkoholfreien Weißbier begnügen (0,5 l-6,10 €) und so kann er zu seinem Ossobuco mit Safranrisotto und Rucola (35,50 €) leider nicht der Weinempfehlung des Hauses folgen. Aus den vegetarischen Angeboten wähle ich die Spinatknödel mit Walnuss, Gran Moravia, Rucola und Nussbutter. Ein dazu empfohlener Weißburgunder passt ganz bestimmt sehr gut, dennoch finde ich es spannender, einen Rotling, vom Weingut Beyer, Dorndorf, zu probieren (0,1 l-4,00 €). Der Beschreibung nach wurden dafür im gleichen Verhältnis der weiße Bacchus und und die roten Portugiesertrauben gemeinsam eingemaischt, gepresst und vergoren. Im Glas zeigt sich ein heller Magenta-Farbton. Sein Geschmack wird als frisch und karamelig beschrieben. Das empfinde ich auch so. Zudem ist er nicht schwer und passt für mich hervorragend als Gegenspieler zu den nuss-knackigen, gebutterten Knödeln, die perfekt zubereitet aber auch deftig sind. Durch die Leichtigkeit des Weines wird die Schwere des Gerichtes angenehm gemildert. Auch die Kalbshaxe wird von meinem Gegenüber sehr gelobt. „Das Fleisch fällt förmlich vom Knochen ab, das Risotto ist auf den Punkt gegart“, höre ich. Wieder als eine Portion für uns zwei bestellen wir das „Azubidessert“: Kürbisbisquitröllchen mit Frischkäse-Ube-Füllung, Kürbis-Konfit und Kürbiskernen (11,80 €). Aber was ist Ube? Da muss ich die KI befragen und erfahre, dass es sich um eine violette Yamswurzel mit einem milden nussigen Geschmack handelt. Die leicht lilafarbige Creme im Bisquitküchlein kann ich geschmacklich auf der Zunge kaum auszumachen, sie ist aber auf jeden Fall ein Hingucker und zerschmilzt förmlich mit dem leichten Bisquitteig. Ein insgesamt sehr gelungenes Dessert, sowohl im Geschmack als auch in der Anrichteweise. Meine Lehrer-Vita meint da: “Glückwunsch zu solchen Auszubildenden!“

01 Vorspeise mit Lachs Wildlachs auf Gemüsereis Spätzlepfanne Rittergut
Vorspeise mit Lachs   Spinatknödel-kreativ dekoriert   Kürbisdessert

 

Kontakt: Weinberghotel Edelacker-Schloss 25-06632 Freyburg, Telefon: 034464.35-0, mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein., Homepage: https://www.edelacker.de

Öffnungszeiten: April bis Oktober: Sonntag bis Donnerstag 12:00 bis 21:30 Uhr und Freitag bis Samstag 12:00 bis 22:30 Uhr. November bis März: Sonntag bis Donnerstag 12:00 bis 21:00 Uhr Freitag bis Samstag 12:00 bis 22:00 Uhr